aktualisiert am:

26. November 2006

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1000 Kilometer Hockenheim (Text: MW Fotos: AW)

Am Mittwoch kontaktierte mich Thilo Remus, ein Rennfahrer gegen den ich in 2002 und 2003 im Suzuki - Cup gefahren bin: “Mein 2. Fahrer ist ausgefallen und ich könnte mir vorstellen mit Dir zusammen die 1000 km Hockenheim zu fahren. Wie sieht es aus?” Das war seine Idee. Wir sind uns dann einig geworden und entschlossen uns mit Thilos GSX - R 1000 in der Königsklasse zu starten.

 

Weymann auf GSX-R 1000

 

Weymann bei 1000 Kilometer Hockenheim

Am Freitag Abend war dann die Fahrerbesprechung, bei der ich als “1000 km Neuling” die Regeln dieser Veranstaltung genau erklärt bekam. Thilo, als alter Spezialist bei solchen Veranstaltungen, hat mich noch auf die Feinheiten aufmerksam gemacht und unsere Taktik festgelegt. Denn die 1000 Kilometer sind aufgeteilt in eine Dauerprüfung und in eine Sprintprüfung. In der Dauerprüfung geht es nur darum, in einer bestimmten Zeit, eine bestimmte Zahl an Runden zu fahren. Wenn man das nicht schafft bekommt man Strafpunkte. Die Sprintprüfung funktioniert wie ein “richtiges” Rennen, der als Erster durchs Ziel fährt, hat gewonnen, außer er hat Strafpunkte aus der Dauerprüfung.

Das Rennen startete um 8 Uhr morgens, Thilo war der Startfahrer. Nach einer Stunde kam er zum Fahrerwechsel und Nachtanken an die Box. Ich fuhr auch eine Stunde und dann wieder Thilo eine Stunde, so lange bis wir die nötigen Runden gefahren hatte. Auf der Strecke war natürlich die Hölle los, bei 150 Startern gab es keine Runde ohne Überholmanöver. Die Dauerprüfung zog sich wie ein Kaugummi und nach 3 Stunden reiner Fahrzeit sehnte ich mich schon nach der Sprintprüfung.

 

Weymann in Sachskurve mit R 1000

 

Reamus auf R 1000

Die Dauerprüfung haben wir letzten Endes auch ohne Strafpunkte hinter uns gebracht und konnten somit beruhigt die Sprintprüfung in Angriff nehmen. Dann kam die nächste Besonderheit der 1000 km Hockenheim auf uns zu. Die Startaufstellung richtet sich nach Eingang der Anmeldung, da wir uns erst am Mittwoch angemeldet hatten, mussten wir von Position 55 starten. Das Rennen wurde per Le - Mans - Start eröffnet. Schon nach der ersten Runde hatte sich Thilo bis auf den 11 Platz vorgearbeitet. Dort blieb er dann aber etwas hängen. In der 7. Runde dann der Boxenstop mit Fahrerwechsel. Die letzten 7 Runden musste ich fahren. Ich habe einfach versucht so schnell wie möglich zu fahren und alle überholt die mir in die Quere kamen.

Wir kamen als Sechste ins Ziel und waren wirklich zufrieden. Vom 55. Startplatz haben wir uns auf den 6. Endrang vorgekämpft. Bei der Siegerehrung gab es noch die Pokale und ein leckeres Buffet. Die Veranstaltung hat mir sehr viel Freude gemacht und mit meinen Helfern und Mechanikern hatten wir eine Supermannschaft, die es von einem besseren Startplatz sicherlich aufs Treppchen geschafft hätte.

Vielen Dank an alle Beteiligten und beste Grüße an die besten Helfer!

 

Weymann und Remus 5. in der Königsklasse